3. Säule einfach erklärt 2026 — Säule 3a vs. 3b für die Schweiz
Gründer Innopulse Consulting GmbH · Autor «Identity Over Discipline» · Betreiber BudgetHub.ch · Aktualisiert: Mai 2026
Leutrim Miftaraj ist Schweizer Unternehmer, Buchautor und Gründer von Innopulse Consulting GmbH (Zug). Er betreibt mehrere SaaS-Produkte im Finanz- und Budgetbereich und verfasst alle redaktionellen Inhalte auf Finanzüberblick.ch persönlich.
Die 3. Säule ist das wichtigste Vorsorge- und Steuersparinstrument der Schweiz — und trotzdem nutzen viele sie nicht oder falsch. Dieser Ratgeber erklärt die Grundlagen verständlich.
Das Schweizer 3-Säulen-System
Die Schweizer Altersvorsorge ruht auf drei Säulen: AHV (staatlich, Säule 1), Pensionskasse (beruflich, Säule 2) und private Vorsorge (Säule 3). Die ersten beiden decken meist nur 60% des letzten Lohns — die Lücke schliesst die 3. Säule.
Säule 3a: die gebundene Vorsorge
Säule 3a ist steuerlich gefördert: Einzahlungen sind vom steuerbaren Einkommen abziehbar. 2026 beträgt der Maximalbetrag CHF 7258 für Erwerbstätige mit Pensionskasse. Das Kapital ist gebunden bis zur Pensionierung (mit definierten Ausnahmen wie Wohneigentum oder Selbstständigkeit).
Säule 3b: die freie Vorsorge
Säule 3b umfasst alle freien Sparformen ohne staatliche Bindung: Sparkonto, Wertschriften, Lebensversicherung. Keine Steuerabzüge bei Einzahlung, dafür volle Flexibilität. Sinnvoll, wenn das 3a-Maximum ausgeschöpft ist oder Flexibilität wichtiger ist als Steuerersparnis.
Wie viel Steuern spart die Säule 3a?
Die Ersparnis hängt vom Grenzsteuersatz ab. Bei einem Grenzsteuersatz von 25% sparst du auf die maximale 3a-Einzahlung rund CHF 1800 Steuern pro Jahr. Über 30 Jahre summiert sich das auf einen erheblichen Betrag — zusätzlich zum Vorsorgekapital.
3a-Konto oder 3a-Wertschriftenlösung?
Reine 3a-Konten bieten kaum Zins. Wertschriftenlösungen (3a mit ETF) bieten langfristig deutlich höhere Rendite, schwanken aber. Für lange Anlagehorizonte (10+ Jahre) ist die Wertschriftenlösung meist überlegen — bei kurzer Restlaufzeit das Konto.
Mehrere 3a-Konten — der Staffelungs-Trick
Wer mehrere 3a-Konten führt und sie gestaffelt bezieht, kann die Steuerprogression beim Bezug brechen und so Steuern sparen. Ab etwa CHF 50'000 Vorsorgekapital lohnt sich die Aufteilung auf zwei oder mehr Konten.
Fazit
Die Säule 3a ist für die meisten Erwerbstätigen die lohnendste Sparform der Schweiz — wegen der Steuerersparnis und des Zinseszinseffekts. Mit dem 3a-Rechner berechnest du deine konkrete Ersparnis.
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Häufige Fragen
Lohnt sich die Säule 3a wirklich?
Für Erwerbstätige mit steuerbarem Einkommen fast immer: Die Steuerersparnis allein macht sie attraktiver als ein normales Sparkonto.
Kann ich Säule-3a-Geld vorzeitig beziehen?
Nur in definierten Fällen: Wohneigentum (selbstgenutzt), Selbstständigkeit, definitiver Wegzug aus der Schweiz oder Einkauf in die Pensionskasse.