Wie viel zahlen die Leute in die Säule 3a ein?
Nur rund die Hälfte bis zwei Drittel der Erwerbstätigen zahlt regelmässig in die Säule 3a ein — und viele davon deutlich weniger als den Maximalbetrag. «Normal» ist also die Lücke; optimal wäre der jährliche Maximalbetrag in einer günstigen Wertschriften-3a, denn der Steuerabzug ist der zuverlässigste Renditebooster des Schweizer Systems.
📊 Regelmässige Einzahler: nur ~50–65 % der Erwerbstätigen
Richtwerte im Vergleich
| Gruppe / Situation | Richtwert |
|---|---|
| Maximalbetrag (mit PK, Richtwert) | ~CHF 7’250/Jahr |
| Monatsrate dafür | ~CHF 600 |
| 30 Jahre Maximalbetrag, Zinskonto (~0,5 %) | ~CHF 235’000 |
| 30 Jahre, Wertschriften-3a (~4,5 % netto) | ~CHF 450’000+ |
Die zwei Schweizer 3a-Lücken
Lücke eins ist die Einzahlungslücke: Wer nicht einzahlt, verschenkt den Steuerabzug des Jahres unwiederbringlich (die neue, eng begrenzte Nachzahlungsmöglichkeit heilt nur einen Teil). Gerade Teilzeitbeschäftigte, junge Berufsleute und Selbständige — die vom 3a-System am meisten profitieren würden — zahlen am seltensten ein. Lücke zwei ist die Anlagelücke: Ein grosser Teil der 3a-Gelder liegt auf Zinskonten und Bankprodukten mit hohen Gebühren, wo die Inflation die Vorsorge leise schrumpft. Über 30 Jahre entscheidet die Kontowahl zwischen Zinskonto und günstiger Wertschriften-App über einen sechsstelligen Unterschied — bei identischen Einzahlungen.
Vom Normalfall zum Optimalfall in drei Schritten
Erstens automatisieren: Dauerauftrag über den Maximalbetrag geteilt durch zwölf — wer aufs Jahresende wartet, zahlt oft gar nicht (oder aus dem 13., was auch funktioniert). Zweitens das Vehikel wechseln: bestehende 3a-Konten lassen sich gebührenfrei zu günstigen Wertschriften-Anbietern transferieren; hohe Aktienquote bei mehr als zehn Jahren Horizont. Drittens Töpfe splitten: Alle rund CHF 50’000 ein neues 3a-Gefäss eröffnen, damit der spätere gestaffelte Bezug über mehrere Steuerjahre die Kapitalauszahlungssteuer bricht — je nach Kanton mehrere tausend Franken Unterschied. Drei Entscheide, einmal getroffen, arbeiten dann Jahrzehnte allein.
3a-Rate im Budget verankern
BudgetHub zeigt, wo der 3a-Maximalbetrag in deinem Budget Platz hat — und rechnet die Steuerersparnis gleich mit.
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Lohnt die 3a auch bei tiefem Einkommen?
Der Steuerhebel ist kleiner, das Zwangssparen mit Wertschriften wirkt trotzdem. Wer sehr knapp ist: erst Notgroschen-Etappe 1, dann kleine 3a-Rate — auch CHF 100/Monat bauen über Jahrzehnte fünfstellig auf.
Was gilt für Selbständige ohne Pensionskasse?
Sie dürfen deutlich mehr einzahlen (prozentual vom Einkommen bis zu einem hohen Deckel) — die 3a ist dann die halbe Altersvorsorge und die Einzahlung noch dringlicher. Jahresgespräch mit Treuhänder: fixer Termin.
3a oder zuerst Depot?
Nach dem Notgroschen zuerst 3a bis zum Maximum (Steuerabzug = Sofortrendite), dann freies Depot. Ausnahme: geplante Grossausgaben in wenigen Jahren — 3a-Geld ist gebunden.
Gründer Innopulse Consulting GmbH · Autor «Identity Over Discipline» · Betreiber BudgetHub.ch