Budgetplanung

50/30/20-Regel

Budgetmethode: 50 % Bedürfnisse, 30 % Wünsche, 20 % Sparen.

LM
Leutrim MiftarajChefredakteur

Gründer Innopulse Consulting GmbH · Autor «Identity Over Discipline» · Betreiber BudgetHub.ch · Aktualisiert: Juni 2026

Leutrim Miftaraj ist Schweizer Unternehmer, Buchautor und Gründer von Innopulse Consulting GmbH (Zug). Er betreibt mehrere SaaS-Produkte im Finanz- und Budgetbereich und verfasst alle redaktionellen Inhalte auf Finanzüberblick.ch persönlich.

Definition

Die 50/30/20-Regel ist eine einfache Budgetmethode: 50 % des Nettoeinkommens für Bedürfnisse (Miete, Krankenkasse, Lebensmittel), 30 % für Wünsche (Freizeit, Konsum) und 20 % fürs Sparen und Schuldenabbau. Sie dient als Orientierung, nicht als starres Gesetz — in der Schweiz mit hohen Fixkosten ist die 50 %-Quote oft knapp. Entscheidend ist, dass der Sparanteil zuerst eingeplant wird.

Die drei Töpfe

Bedürfnisse sind unverzichtbar (Wohnen, Krankenkasse, Grundnahrung, ÖV zur Arbeit). Wünsche sind verzichtbar (Restaurant, Streaming, Hobbys). Sparen umfasst Notgroschen, Vorsorge und Ziele. Die ehrliche Einordnung jeder Ausgabe ist der Kern der Methode.

An Schweizer Kosten anpassen

Weil Wohnen und Krankenkasse hierzulande viel verschlingen, sprengt die strikte 50 %-Grenze oft. Sinnvoller ist eine angepasste Variante (z. B. 60/20/20), solange der Sparanteil nicht zuerst gekürzt wird. Das Prinzip «pay yourself first» macht die Regel alltagstauglich.

Beispiel

Bei CHF 5'000 netto: CHF 2'500 Bedürfnisse, CHF 1'500 Wünsche, CHF 1'000 Sparen. In teuren Regionen verschiebt sich der Bedürfnis-Anteil oft nach oben.

Tipps

  • Sparanteil per Dauerauftrag direkt nach dem Lohneingang abzweigen.
  • Quoten an die Schweizer Fixkosten anpassen statt starr zu erzwingen.
  • Bedürfnisse und Wünsche ehrlich trennen — das deckt Sparpotenzial auf.

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Häufige Fragen

Funktioniert die 50/30/20-Regel in der Schweiz?

Als Orientierung ja. Bei hohen Mieten und Prämien sprengen die Fixkosten aber oft die 50 %. Wichtig ist, dass ein fixer Sparanteil eingeplant und zuerst beiseitegelegt wird.

Was zählt zu Bedürfnissen, was zu Wünschen?

Bedürfnisse sind unverzichtbar (Wohnen, Krankenkasse, Grundnahrung, Arbeitsweg), Wünsche verzichtbar (Restaurant, Streaming, Hobbys). Die ehrliche Einordnung ist der Kern.

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