Anlegen

Alternative zu True Wealth: Optionen für die Schweiz 2026

Kurz beantwortet

Wer eine digitale Vermögensverwaltung verlässt, tut das meist wegen der Gebühr oder weil er die Umsetzung selbst übernehmen will. Rechne vorher aus, was die Selbstverwaltung an Zeit und Disziplin kostet — beides ist real.

Warum Nutzende von True Wealth wechseln

Häufig genannte Gründe — nicht jeder trifft auf deine Situation zu.

  • Verwaltungsgebühr gegenüber einer selbst verwalteten Lösung
  • Wunsch nach eigener Titelauswahl
  • Konsolidierung mehrerer Depots bei einem Anbieter
  • Anpassung der Strategie an eine neue Lebenssituation

Was True Wealth gut macht

  • Breit diversifizierte Portfolios mit tiefen Fondskosten
  • Automatisches Rebalancing
  • Transparente Darstellung der Struktur

Wann du bleiben solltest

Bleib dabei, wenn du die Automatik schätzt und den Aufwand einer Selbstverwaltung realistisch einschätzt. Wer zweimal jährlich rebalancieren müsste und es nicht tut, verliert mehr als die Gebühr.

Drei Alternativen im Vergleich

Depot mit wenigen Indexfonds

Für wen
Wer selbst umsetzen will
Stärke
Zwei bis drei breit gestreute Fonds decken die meisten Strategien ab, zu tiefen laufenden Kosten
Grenze
Rebalancing und Kaufdisziplin liegen bei dir

Anderer Anbieter mit tieferer Gebühr

Für wen
Wer die Automatik behalten will
Stärke
Gleiche Struktur, anderes Preismodell
Grenze
Wechselaufwand gegen kleine Differenz abwägen

BudgetHub

Unsere Empfehlung
Für wen
Wer die Einzahlungsdisziplin sichern will
Stärke
Anlagerate als Fixposten am Zahltag statt als Restbetrag, CHF-nativ
Grenze
Keine Anlagelösung

Umstieg in 4 Schritten

  1. 1

    Aufwand der Selbstverwaltung schätzen

    Rechne mit einem bis zwei Rebalancing-Vorgängen pro Jahr plus laufenden Käufen. Wer das nicht zuverlässig macht, sollte bei der Automatik bleiben.

  2. 2

    Kosten gegenüberstellen

    Verwaltungsgebühr gegen Depotgebühren, Courtagen und Fondskosten der Eigenlösung.

  3. 3

    Strategie schriftlich festhalten

    Notiere Zielgewichtung und Rebalancing-Regel, bevor du wechselst. Ohne schriftliche Regel entscheidet später die Stimmung.

  4. 4

    Übertrag oder Verkauf klären

    Prüfe, ob Titel übertragen werden können oder verkauft werden müssen, und plane die Zeit ausserhalb des Marktes.

Zeitbedarf Umstieg

3–4 Stunden

Laufender Eigenaufwand

1–2 Vorgänge pro Jahr

Vor dem Wechsel

Strategie schriftlich

Zu prüfen

Übertrag oder Verkauf

Die schriftliche Anlagestrategie

Wer selbst verwaltet, sollte vor dem ersten Kauf drei Dinge schriftlich festhalten: die Zielgewichtung zwischen Aktien und Obligationen, die Regel für das Rebalancing und die Bedingungen, unter denen verkauft wird. Dieses Dokument ist der eigentliche Unterschied zwischen Anlegen und Spekulieren. In einem Marktrückgang ist es die einzige Instanz, die verhindert, dass eine langfristige Strategie durch eine kurzfristige Reaktion zerstört wird.

Was Rebalancing bewirkt

Über die Zeit verschiebt sich die Gewichtung eines Portfolios mit der Marktentwicklung: Ein Aktienanteil von sechzig Prozent kann nach einer guten Phase bei siebzig liegen — mit entsprechend höherem Risiko. Rebalancing führt die Struktur auf die Zielgewichtung zurück und verkauft dabei automatisch das Gestiegene. Einmal jährlich genügt in der Regel. Wer diesen Schritt auslässt, hat nach einigen Jahren ein anderes Risikoprofil, als er gewählt hat.

Rate statt Restbetrag

BudgetHub führt die Anlagerate als Fixposten am Zahltag — der grösste Hebel liegt in der Regelmässigkeit.

BudgetHub kostenlos testen →

Häufige Fragen

Wie oft soll ich rebalancieren?

Für die meisten Strategien genügt einmal jährlich oder bei einer Abweichung von mehr als fünf Prozentpunkten von der Zielgewichtung.

Kann ich Titel übertragen?

Bei gängigen Fonds oft ja, ein Depotübertrag ist meist möglich. Andernfalls Verkauf und Neukauf, mit Kosten und Zeitverlust.

Lohnt sich Selbstverwaltung?

Bei grösseren Beträgen und vorhandener Disziplin ja. Bei kleinen Beträgen frisst der Aufwand den Kostenvorteil auf.

Grundlagen und Quellen

  • FINMA — Register bewilligter InstituteAufsicht über Vermögensverwalter und Banken
  • DBG — Direkte BundessteuerBehandlung von Kapitalgewinnen und Erträgen

Redaktionell aufbereitete Informationen ohne Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Alle Beträge sind Richtwerte für 2026 und können je nach Kanton, Anbieter und persönlicher Situation abweichen. Keine Provisionen, keine bezahlten Platzierungen.

Weitere Wechsel-Ratgeber

LM
Leutrim MiftarajChefredakteur

Gründer Innopulse Consulting GmbH · Autor «Identity Over Discipline» · Betreiber BudgetHub.ch